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Baubericht USS Brooklyn (CA-3), Teil 4 - Im Reich der Spinne Drucken
Sonntag, 26. April 2009 um 07:00

USS Brooklyn

Masten, Rahen und andere Spitzen

Dies ist vielleicht der einzig berechtigte Kritikpunkt an diesem Bausatz. Die Masten liegen aus Resin bei und die Rahen sind Fotoätzteile. Die einen verbiegen sich beim Anschauen und die anderen sind einfach flach. Beides nicht wirklich befriedigend. Auch die als Fotoätzteile vorhandenen Davits machten mich nicht glücklich. All diese Teile habe ich zunächst aus Messingdraht unterschiedlicher Stärke konisch geschliffen. Die Davits anschließend nach einer Schablone gebogen. Zu guter letzt wurden dann die Details wieder angebracht.

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Das konisch Schleifen von Masten ist gar nicht so aufwändig, wie es klingt. Den Draht in eine Bohrmaschine einspannen und mit einer Feile auf einem Holzbrettchen konisch feilen. Am Anfang „nudelt“ das etwas, aber schon bald entsteht in dem Brettchen eine leichte Kerbe, die den Drehteil hervorragend führt.

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Es ist nicht wirklich schwer, braucht etwas Geduld und zahlt sich auf jeden Fall aus. Die so hergestellten Masten, Rahen und anderen Rundteile sind nicht nur stabil und verspannbar, sondern ergeben auch eine feine Optik.

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Im Reich der Spinne, die Takelung

Leider ist es mir bis dato noch nicht gelungen, die kleinen Achtbeiner für den Modellbau abzurichten. Wirklich bedauerlich, denn so lange bleibt die Takelage immer eine ziemliche Fummelei und ein Geduldsspiel. Ich verwende dazu verschiedene Materialien. Wenn die Sache gespannt wird, vorwiegend dünne Nylonfäden. Dieses Material hat den wunderbaren Vorteil, dass es leichte Berührungen verzeiht und stets elastisch bleibt.

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Wo keine Spannung verträglich ist, z.B. bei durchhängenden Seilen, gelangen einerseits 0,05 bzw. 0,1 mm starker Kupferdraht oder gezogene Gußäste zur Anwendung. Ich kann leider keinen wirklich allgemein gültigen Tipp geben, welches Material ideal ist, denn es kommt halt drauf an. Auf das berühmte wie... was... wann? Um den Umgang mit den fast unsichtbaren Nylonfäden etwas zu erleichtern, färbe ich sie vorher mit einem Permanentmarker. Dies macht sie nicht nur sichtbarer sondern gestaltet auch die spätere Bemalung wesentlich einfacher. Eine ziemliche Herausforderung waren die beiden Lichtsignalanlagen. Je 4 Lampen zwischen 2 parallelen Seilen. Mit Hilfe einer Helling aus Stecknadeln und gezogenem transparentem Gußast ließ sich auch das lösen.

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Chloé Plattner