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Russischer Kreuzer Almaz (1/350, Kombrig) von Thomas Sperling Drucken
Montag, 25. November 2019 um 06:00

Das Original

Die Almaz (Алмаз, Almas) wurde 1902/03 auf der Baltischen Schiffswerft in St. Petersburg gebaut. Sie war mit vier 75 mm und acht 47 mm Geschützen nur relativ leicht bewaffnet. Trotzdem wurde sie als Kreuzer 2. Klasse eingestuft. Trotz ihrer schwachen Bewaffnung wurde die Almaz während des Russisch-Japanischen Kriegs 1904/05 nach Tsushima verlegt. Sie überstand den Krieg relativ unbeschädigt und kehrte nach einem kurzen Aufenthalt 1906 zur Baltischen Flotte zurück. Dort wurde sie zum Aviso umklassifiziert und diente dem Zaren als Yacht bei seinen Besuchen der Baltischen Flotte. 1911 wurde sie nach einem umfassenden Umbau ins Schwarze Meer verlegt und fuhr als Seeflugzeugtender. Sie konnte bis zu vier Seeflugzeuge mitführen. 1927 wurde sie an eine französische Firma verkauft und schließlich 1934 abgewrackt.

Technische Daten:
Verdrängung: 3285 t
Länge: 111,50 m
Breite: 13,26 m
Tiefgang: 5,33 m
Höchstgeschwindigkeit: 19 Knoten
Besatzung: 330

Das Modell

Modell: Almaz 1903
Maßstab: 1/350
Hersteller: Kombrig

Mit dem 1/350er Bausatz der Almaz hat Kombrig wieder ein sehr schönes Modell aus der Zeit um 1900 herausgebracht. Der Bausatz ist von sehr guter Qualität. Alle Resinteile sind wie üblich sauber gegossen, selbst kleine Teile wie Davits und die Bewaffnung sind fein herausgearbeitet und sind diesmal auch sicher in extra kleinen Klarsichttüten verpackt. Des Weiteren gibt es eine große Ätzteilplatine mit Wanten, Davits, Reling und weiteren Kleinteilen für Geschütze, Plattformen und Niedergänge. Die Bauanleitung ist gegenüber früheren Bausätzen schon deutlich verbessert.

Nur bei den Masten und Rahen muss man noch eigene Recherche betreiben. Sie liegen dem Bausatz auch nicht bei, können ja aber von jedem aus entsprechendem Material selbst hergestellt werden. Die Ätzteilplatine ist mit ca 200 Teilen sehr umfangreich und in einigen Bereichen auch ziemlich knifflig. So bestehen z.B. die Davits auf dem Bootsdeck zum Teil aus zwölf Teilen, was für sich schon eine Herausforderung ist. Leider sind die Ätzteile nicht durchnummeriert und da sie sich zum Teil nur minimal unterscheiden muss man sehr aufpassen, die richtigen Teile zu verbauen. Irritierend ist auch noch, dass einige Teile auf der Ätzplatine vorkommen, die man vergeblich im Bauplan sucht, und die man auch sonst nicht dem Schiff zuordnen kann.

Der Bausatz der Almaz ist schon ein recht anspruchsvoller Bausatz. Erfahrung mit Resinmodellen und Ätzteilen sollten vorhanden sein. Aber als Ergebnis erhält man ein wunderschönes Modell einer bewaffneten Yacht, die sich durch ihre Form und ihren außergewöhnlichen Lebenslauf, bis hin zum Umbau zum Seeflugzeugtender, von anderen Schiffen unterscheidet.

Quellen

  • Kriegsschiffe der Welt 1860 bis 1905, Band 2
  • Wikipedia

Thomas Sperling