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Marinekampfflugzeug Grumman A-6E Intruder (1/48, Kinetic) von Jens Gerber Drucken
Freitag, 17. Januar 2020 um 06:00

Das Original

Die Grumman A-6 Intruder wurde in den 1950ern als allwettertaugliches, trägergestütztes Kampfflugzeug für die US Navy entwickelt. Der Entwurf beruhte auf den Erfahrungen aus dem Koreakrieg. Ungewöhnlich war die Anordnung der Besatzung nebeneinander. Die Intruder flog ab 1963 für die US Navy und das Marine Corps und wurde im Vietnamkrieg, Libanon, Libyen, Ersten Golfkrieg (Operation Praying Mantis), Zweiten Golfkrieg, Somalia und Bosnien eingesetzt. Die Intruder sollten durch die A-12 Avenger ersetzt werden. Nach der Einstellung dieses Programms flogen sie noch bis 1993 für das Marine Corps und bis 1997 für die US Navy und wurden dann durch die F-18 Hornet ersetzt.

Die Grumman A-6E Intruder war 16,7 m lang, hatte 16,2 m Spannweite und ein maximales Abfluggewicht von 27,4 t. Der Antrieb erfolgte durch zwei Strahltriebwerke mit jeweils 41 kN Schub, womit 560 kn (1040 km/h) erreicht wurden. Die Besatzung bestand aus zwei Personen, die Bewaffnung aus 8,2 t Außenlasten, z.B. ungelenkte und gelenkte Bomben, ungelenkte Raketen, Luft-Boden-Raketen (Maverick, Skipper), Harpoon-Anti-Schiffsraketen, Anti-Radarraketen (Shrike, Standard, HARM) und Sidewinder-Luft-Luft-Raketen.

Das Modell

Nie wieder eine Intruder von Kinetic im Maßstab 1/48. Das Schönste an dem Bausatz ist das Deckelbild des Kartons, der Rest ist Frust pur: ob Triebwerksauslass oder Kabinenhaube, Fahrwerk oder zum Schluss noch die Faltflächen ... Alles ein Machwerk für echte Fanatiker, aber nicht für Bastler von meinem Kaliber.

Da mir die meisten Details echt wuppe sind, habe ich nur wegen der Farben die Vorflügel und Klappen ausgestellt montiert. Auf die Bewaffnung habe ich verzichtet, 10 Tonnen Spachtelmasse und 400 Stunden Frust waren genug. Das ganze Drama dürfte auch an der Fertigung selbst liegen, drei verschiedene Plastikmaterialien plus die Klarteile… Grat und Verzug waren ein treuer Begleiter, die Bauzeit schlägt auch bei mir alle Langzeitrekorde.

Jens Gerber

(Text über Original von Lars)