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Kombrig: Bahnverfolgungsschiff Kosmonaut Juri Gagarin (1/700) Drucken
Mittwoch, 12. Februar 2020 um 06:00

Bahnverfolgungsschiff Kosmonaut Juri Gagarin Deckelbild

Modell: Communication Ship Pr.1909 Kosmonavt Yuri Gagarin
Hersteller: Kombrig
Maßstab: 1/700
Material: Resin, Fotoätzteile, Abziehbilder
Art.Nr.: 70365
Preis: 180 € (bei NNT Modell + Buch)

Das Original

Die Kosmonaut Juri Gagarin (Космонавт Юрий Гагарин, Kosmonavt Yuriy Gagarin) wurde gebaut, um die Kommunikation mit Raumschiffen und Satelliten außerhalb der Reichweite der landgestützten Stationen zu ermöglichen, deren Bahn zu verfolgen sowie die obere Atmosphäre und den Weltraum zu erforschen. Das Schiff war auch dazu ausgerüstet, im Notfall die Steuerung einer Weltraummission zu übernehmen. Es war das einzige des Projekts 1909. Der Rumpf beruhte auf den Tankern des Projekts 1552. Er war eisverstärkt und besonders stabil gebaut, um den Betrieb der Antennen zu erleichtern. Der Betreiber war die Akademie der Wissenschaften der UdSSR.

Kosmonaut Juri Gagarin war 231,6 m lang, 31,0 m breit und verdrängte 45.000 t. Der Antrieb bestand aus einer Dampfturbine, die über einen Generators einen Elektromotor antrieb, und leistete 18.858 PS, womit 18 kn erreicht wurden. Die Besatzung bestand aus 136 Personen. Hinzu kamen 212 Wissenschaftler.

Kosmonaut Juri Gagarin wurde 1971 in Leningrad gebaut. Ihr Heimathafen war Odessa. Sie unternahm zwischen 1971 und 1991 20 Expeditionen in den Atlantik. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR ging das Schiff an die Ukraine über, die es nicht weiter nutzte. 1996 wurde es zum Abwracken verkauft, was in Alang in Indien erfolgte.

Der Bausatz

Es ist immer wieder faszinierend, welche Vorbilder Kombrig für Bausätze wählt. Die Kosmonaut Juri Gagarin dürfte das erste Bahnverfolgungsschiff sein, das als Bausatz erhältlich ist - zumindest im Maßstab 1/700. Es war außerdem das größte je gebaute Bahnverfolgungsschiff und sicher eines der komplexeren, wenn es um die Details geht.

Der Bausatz wird in einer gewaltigen Schachtel geliefert. Die Teile selbst sind in einer Vitrine untergebracht und lagen in dieser relativ lose herum. Die Luftpolsterfolie auf dem Foto ist von mir, da mir der Transport so sicherer erschien:

Der Rumpf hat gewaltige Ausmaße. Der Guss und die Detaillierung sind sehr gut. Allerdings muss man an der Wasserlinie in ziemlichen Umfang Material entfernen. Immerhin ist die Wasserlinie gut markiert. Für die Passstifte der Aufbautenblöcke sind Vertiefungen vorhanden, so dass das Positionieren dieser Teile einfach ist.

Die Aufbauten bestehen aus dem Brückenaufbau und einem Block achtern. Auch diese Teile sind gut detailliert. Dazu findet man an zwei dünnen Gussrahmen diverse Plattformen und Galerien. Diese können sich leicht verziehen und müssen eventuell durch Behandlung mit kochendem Wasser wieder eben gemacht werden.

Links die großen und mittleren Antennen. Diese werden mit zahlreichen Fotoätzteilen (siehe unten) weiter detailliert. Rechts die Antennenbasen sowie Teile für den vorderen Mast, die Schornsteine und einen weiteren Aufbau.

Die restlichen Kleinteile umfassen weitere Teile für die großen Kommunikationsantennen, diverse Kräne, Beiboote, Reservepropeller, Anker, Winden etc. Auch diese Teile zeichnen sich durch gute Detaillierung und Guss aus.

Die Fotoätzteile

Es sind zwei große Fotoätzteilplatinen enthalten, die u.a. Teile für die großen Antennen sowie zahlreiche kleinere enthalten. Außerdem findet man Teile für die Masten, Niedergänge, Reling und Davits.

Ein Nachteil - insbesondere bei dieser Zahl von Teilen! - ist, dass weder die Fotoätzteile noch die Resinteile nummeriert sind.

Die Abziehbilder

Die Abziehbilder umfassen die Namensschilder, das Hammer- und Sichelsymbol für das rote Schornsteinband sowie eine Flagge.

Die Anleitung

Die erste Seite der Anleitung enthält Angaben über das Original (überwiegend auf Russisch), eine Seitenansicht und eine Aufsicht. Nach einer Übersicht der enthaltenen Teile (leider ohne Nummerierung) folgt die eigentliche Bauanleitung, die den Zusammenbau anhand von Explosionszeichnungen erklärt.

Bei diesem relativ komplexen Modell und der Vielzahl von Teilen dürfte die fehlende Nummerierung eventuell eine Herausforderung sein. Ansonsten wirkt die Anleitung aber übersichtlich und klar. Eine Bemalanleitung sowie Angaben für die Positionen der Abziehbilder fehlen. Kosmonaut Juri Gagarin war weiß gestrichen und hatte ein rotes Schornsteinband. Der obere Teil der Masten im Bereich des Schornsteins war schwarz, der Unterwasserrumpf (inklusive Wasserpass) war rot. Die Decks waren grün, die Rettungsboote zeitweise orange mit weißem Unterwasserrumpf, zeitweise komplett orange.

Quellen

Fazit

Das sowjetische Bahnverfolgungsschiffs Kosmonaut Juri Gagarin von Kombrig ist ein außergewöhnlicher Bausatz eines außergewöhnlichen Schiffs. Die Abmessungen sind gewaltig und der Bausatz ist komplex, was den hohen Preis rechtfertigt. Der Bausatz ist

alt sehr empfehlenswert

Lars

Wir danken Kombrig für das Bausatzmuster