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SMS Stosch, SMS Leibzig, Jylland, SMS Frauenlob (1/1250, Eigenbauten) von Hans-Peter Weiss Drucken
Mittwoch, 22. Januar 2020 um 06:00

Zu den großen Modellbauern für die kleinen Modellschiffe gehört Hans-Peter Weiss. Schon seit seiner Jugend baut er Modelle aus Papier. Sein besonderes Interesse gilt Segelyachten und alten Segelschiffen des 19. Jahrhunderts. Sein Material ist ganz normales Schreibmaschinenpapier, dünne Röhrchen für Masten und feines Garn für die Takelage. Dazu kommt natürlich ein großer Arbeitsaufwand, um die Modelle in dieser Perfektion zu bauen. Seine Modelle und Dioramen kann man auch im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg bewundern. Ich hatte das Glück, Herrn Weiss persönlich kennen zu lernen und einige Modelle von ihm erwerben zu können.

Deutsche Gedeckte Korvette SMS Stosch

Die SMS Stosch war eine Gedeckte Korvette des Deutschen Reiches. Sie wurde 1877 bei der Vulkan AG in Stettin gebaut. 1881 fuhr die Stosch als Flaggschiff der deutschen Schiffe in Ostasien. Aber schon 1884 kehrte die Stosch nach Deutschland zurück, wo sie dann als Schulschiff eingesetzt worden ist. Während ihrer Zeit als Flaggschiff des deutschen Schulschiffgeschwaders unternahm die Stosch viele Auslandfahrten. 1907 wurde die SMS Stosch verkauft und abgewrackt.

Technische Daten:
Länge 83 m, Breite 13,7m, Besatzung bis 460 Mann

Deutsche Gedeckte Korvette SMS Leipzig

Auch die SMS Leibzig war eine Gedeckte Korvette der Kaiserlichen Marine in Deutschland. Sie wurde 1875 in Stettin gebaut. Gleich nach ihrer Indienststellung ging die SMS Leipzig als Schulschiff auf ein Weltreise von der sie 1879 zurückkehrte. Ihre zweite Weltreise ging von 1882 bis 1884. Danach wurde sie umfangreich umgebaut und erst 1888 wieder in Dienst gestellt. 1892 kehrte sie nach Wilhelmshaven zurück, wo sie dann noch 25 Jahre als Wohnhulk genutzt wurde. 1921 wurde sie endgültig abgewrackt.

Technische Daten:
Länge: 87 m, Breite 14 m, Besatzung 425 Mann

Dänische Dampffregatte Jylland

Die Fregatte Jylland wurde 1860 in Kopenhagen gebaut. Sie war die letzte aus Holz gebaute Fregatte der dänischen Marine. Sie war ein Vollschiff, hatte aber auch eine Dampfmaschine, mit der sie 12 Knoten erreichen konnte. Bewaffnet war die Jylland ursprünglich noch mit 44 Vorderladerkanonen, und so war sie zum Zeitpunkt ihres Stapellaufs schon veraltet. 1866 nahm die Jylland an der Schlacht vor Helgoland im Deutsch-Dänischen Krieg teil. Danach wurde sie nur noch zu Übungszwecken und für repräsentative Zwecke gebraucht. 1908 sollte sie zum Abwracken verkauft werden. Das konnte aber verhindert werden und seit 1984 liegt sie nun als Museumsschiff in einem Trockendock in Ebeltoft (siehe Bericht).

Technische Daten:
Länge 71 m, Breite 13 m, Besatzung 437 Mann

Preußischer Kriegsschoner SMS Frauenlob

Die Frauenlob erhielt ihren Namen auf Wunsch Friedrich Wilhelms IV in Anerkennung der Spendensammlung preußischer Frauen für den Bau eines Kriegsschiffes. Sie wurde 1856 als Kriegsschoner in Dienst gestellt. 1858/59 wurde sie in der Ostsee für Vermessungsarbeiten genutzt. Im März 1860 wurde sie nach Ostasien verlegt, obwohl sie nur als wenig hochseetauglich galt. Am 1. September 1860 liefen die Korvette Arcona und die Frauenlob von Singapur Richtung Japan aus. Dabei gerieten sie in einen Taifun. Die Arcona nahm die kleine Frauenlob in Schlepp. Aber die Schlepptrosse riss und die Frauenlob blieb auch nach einer Suchaktion verschollen.

Technische Daten:
Länge 32,1 mm, Breite 27,6 m, Besatzung 47 Mann, Bewaffnung 1 x 30 Pfünder Geschütz

Thomas Sperling